Andere über uns

Kultur am Brunnen, Valendas 10.9.2017

Kultur am Brunnen, Valendas

 

Novitats, Südostschweiz 26.8.2016

Kouglof in Lenzerheide

 

Review aus Deutschland zur neuen CD Majstjarnen

http://www.musikansich.de/review.php?id=15927

 

Die Südostschweiz 19.1.2015

Kouglof im LIHN 17.1.15

 

Die Südostschweiz 6.10.2014

Review KOUGLOF Südostschweiz 6.10.14

 

Folk World 03/2009

„Gugelhupf“, vermutlich von mittelhochdeutsch gugel(e) (Kapuze; lateinisch: cuculla) und hopf (Hefe) ist ein Topfkuchen, der von den Pyrenäen bis an den Ural verbreitet ist. Eng verwandt ist die Kugel, eine jüdische Speise, und eine Legende besagt, dass die Heiligen Drei Könige den Kuchen – angelehnt an ihren Turban – nach Mitteleuropa gebracht haben. Kein Wunder, dass das musikalische Pendant, benannt nach dem elsässischen Ausdruck Kouglof, beheimatet im mittelbündischen Domleschg im Südosten der Schweiz, Klezmermusik spielt, genauso wie Melodien vom Balkan und aus Osteuropa.

Folgendes Rezept wird von FolkWorld empfohlen: man tue eine Ansammlung von Klarinette, Cello, Gitarre, Kontrabass und Perkussion an einen geschlossenen Ort, bringe sie mit traditionellen und originalen Stücken zur Gluthitze, sorge für einen süssen melodischen Überguss, und fertig ist ein leckeres Gericht. Schmeckt nicht nur gut, man kann auch dazu hüpfen!

 

 

Südostschweiz 22.3.2009

Von den Alpen nach Asien: Die Musiker von Kouglof beeindrucken in der Postremise mit breitem musikalischen Spektrum.

Die fünf Musiker der Folkgruppe Kouglof haben in Chur ihre CD „verdrejter kopf“ präsentiert. Und zur CD-Taufe fand sich am Freitagabend in der Postremise die bislang unauffällige Fangemeinde ein. Als Taufpate und Moderator amtete übrigens niemand Geringerer als Fränzlis-da-Tschlin-Geiger Men Steiner.

Kouglof, das sind: Philipp Vogt (Klarinette), Marianne van Wijnkoop (Violoncello), Res Glättli (Gitarre), Reto Jäger (Perkussion) und Lukas Heitz (Kontrabass). Vor einem Jahrzehnt zunächst als Trio gegründet, erweiterte sich die Gruppe bald einmal zum Quintett. Das musikalische Spektrum reicht von alpenländischen Melodien über Balkanrhythmen und Klezmereinflüsse bis zu meditativ angehauchten Klängen Zentralasiens.

Schon die CD – eingespielt im Studio Valenton des Bündner Musikers Valentin Kessler – besticht durch ausgefeilte Arrangements. In der Postremise legte das Quintett gar noch eine Schippe drauf. Rhythmisch vertrackte Stücke wie das „Nüünerli“ und „Jovano Jovanke“ meisterten die fünf auch vor Publikum mit selbstverständlicher Bravour; leichtfüssig trabte „Grastuno Bal“ nach Motiven rumänischer Fahrender vorüber, angeführt von der munteren Klarinette Vogts…

Eigenwillig sind sie, die fünf. Eigenwillig wie der Geschmack des salzigen Elsässer Gugelhupfs. Das Gebäck wurde während der Pause nicht zufällig gereicht – es lieh Kouglof den Namen.
Carsten Michels

 

 

New Folk Sounds Juni/Juli 2009

… Die Musiker kommen aus Graubünden, spielen aber vor allem nicht-schweizerische Musik. Die fünf kreieren einen freien Mix im Spielraum einer Band zwischen Kammermusik und Traditional.

In dieser musikalischen Mischung stecken viele ost-europäische Elemente, etwa im rumänischen Geampara oder im mazedonischen Jovano Jovanke. Aber jede Version dieser meist traditionellen Nummern prägt die Gruppe mit ihrem eigenen Stempel. So findet sich etwa im bulgarischen Pajduško horo Četvorka mit seinem fünfachtel-Takt ein Perkussions-Break, der diesem Tanz einen ganz eigenen Dreh gibt.

Auch tibetische Klänge kommen vor: In Kailash ergibt die eigene Interpretation der asiatischen Athmosphäre eine ganz besondere Farbe. Klezmermusik, wie sie etwa in Naphtaly’s Freilach dahersprudelt, fügt sich nahtlos in die Balkanrhythmen ein.

Die hervorragenden Musiker scheuen sich auch nicht vor Experimenten. So entsteht schliesslich eine ansteckende Mischung von ausgesprochen fröhlichen und melancholischen Klängen. Damit rufen die fünf ab und zu Erinnerungen wach and Panta rhei – und das ist allemal nicht schlecht, oder?
Joop van den Bremen

 

 

WDR 3 Musikkulturen 25.04.2010

Musik: Tr. 14 „Verdrejter Kopf“

„Verdrejter Kopf“ – so der Titel der im Februar 2009 erschienenen CD von Kouglof. Dieses getragene jiddische Stück heißt ebenso und handelt von Armut, Würde und vom „‚verdrejten Kopf’, der die Welt nicht mehr versteht oder gerade neu anzuschauen beginnt“ – wie die seit nunmehr zwölf Jahren gemeinsam musizierenden Schweizer es ausdrücken. Rein instrumental vollbringen sie wahrhaftige Sprünge zwischen den vielfältigsten Stimmungen und musikalischen Traditionen – ein schöpferischer Festakt, den man nicht verpassen sollte! Durch das kunstvolle Arrangement traditioneller und eigener Stücke entsteht eine einzigartige Mixtur, mal bedächtig und schwermütig, mal munter und aufwirbelnd. Und Kouglof schaffen es, den Hörer an ganz verschiedene Orte zu versetzen – vom lodernden Kaminfeuer in der behaglichen Hütte bis hin zu lebendigen Marktplätzen und pulsierenden Tanzböden.

Musik: Tr. 4 „Grastûno Bal“

Wir befinden uns in der Nähe des Schwarzen Meeres, in Rumänien, und mit ein wenig Phantasie hoch oben auf dem Rücken eines wiehernden Pferdes, das durch enge Gassen und über ausgedehnte Weiden galoppiert. Denn das Schweizer Ensemble fühlt sich anscheinend nicht nur in den heimatlichen Bergen zu Hause, sondern auch in östlicheren Gefilden.

Und manch einer mag sich fragen, wo denn nun eigentlich der Name herrührt:
„Kouglof“ ist die französisch-elsässische Bezeichnung für „Gugelhupf“. Einer Legende zu Folge brachten die Heiligen Drei Könige diesen Topfkuchen – in der Form angelehnt an ihren Turban – vom Nahen Osten nach Mitteleuropa. Und auf dieser langen Reise durchquerten sie vermutlich all jene Regionen, die die fünf Musiker  in ihrer Musik vereinen – von Mazedonien über Bulgarien und Rumänien bis hinein nach Frankreich.

Musik: Tr. 7 „Kailash“

… nur in einem von allen Ländern, denen Kouglof ein Stück auf ihrer CD widmen, wurden die drei Könige wohl nicht gesehen: Tibet – …benannt nach dem für Hindu und Tibetische Buddhisten heiligsten Berg: dem „Kailash“ in Mitten des Himalajas. Durch das gelungene Zusammenspiel von Cello, Gitarre, Klarinette, Kontrabass und Perkussion entfaltet sich ein musikalischer Teppich, der einen mit sich trägt – bis hoch hinauf zu schneebedeckten Gipfeln.
Elisa Träger